Der Neandertaler hatte keinen Coffee to go

Kennen Sie das: Schon wieder eine Diät beendet – aber leider schon wieder ohne dauerhaften Erfolg? Das frustriert. Der Kampf gegen die Pfunde beginnt aufs Neue. Wir verbieten uns bestimmte Nahrungsmittel zu essen und üben uns in Verzicht. Das fällt uns bekanntlich schwer. Manchmal gelingt es uns ganz gut, aber mit der Zeit häufen sich die kleinen Ausnahmen. Das schlechte Gewissen meldet sich. Wir haben das Gefühl den Kampf zu verlieren. Was ist passiert?

 

Wir wissen heute, dass die Ursachen des Übergewichts in unserer Gesellschaft selten an körperlichen Defiziten oder Erkrankungen des Stoffwechselprozesses liegen. Diese sind lediglich eine Folge von Stress und Zeitmangel und dadurch bedingt:

 

  1. welche Nahrungsmittel wir wählen

  2. mit welcher Motivation wir essen

  3. welche Mengen wir essen

 

Man hat z.B. viel Arbeit im Büro und keine Zeit zum Essen. Auf die Schnelle kauft man sich ein Sandwich und einen Müsliriegel und isst während der Arbeit am Computer. Man ist frustriert, wütend oder gelangweilt und entwickelt Heißhunger auf etwas Süßes. Als Belohnung bedient man sich schnell an einer Tafel Schokolade oder anderen Süßigkeiten. Wir wundern uns, warum wir fast unbemerkt zunehmen – obwohl wir das Gefühl haben, kontrolliert und gesund zu essen und uns auch ausreichend zu bewegen. Wir nutzen unbewusst Essen, um uns zu belohnen und Stress abzubauen.

Sind wir uns aber bewusst darüber, welche Nahrungsmittel wir zu uns nehmen?  

 

In den letzten Jahrzehnten haben sich das Angebot an Nahrung und die Art und Weise des Essens grundlegend verändert. Coffee to go, Fast Food, Snacks, Energy-Drinks – alles Produkte, die unsere Eltern oder Großeltern noch nicht kannten.

 

Unsere Zellen und unsere Stoffwechselprozesse funktionieren immer noch nahezu gleich wie vor 150.000 Jahren. Unser Körper kennt weder Zuckerersatzstoffe noch künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder gehärtete Fette. Alles Dinge, die wir heute in vielen Nahrungsmitteln tagtäglich zu uns nehmen. Unsere Zellen und unsere Verdauung sind immer noch auf dem Niveau des Neandertalers, obwohl sich unser Lebensumfeld grundlegend verändert hat. Der Fortschritt ist wichtig. Er bringt uns durch ständig verfügbare Lebensmittel, bessere medizinische Versorgung und die gestiegene Hygiene eine höhere Lebenserwartung. Wir sind gewachsen – aber nicht nur in der Höhe, oft auch im Umfang!

 

So können Sie Ihr Bewusstsein trainieren:

Wenn Sie Ihr Essverhalten nachhaltig verändern wollen, beobachten Sie Ihr Verhalten, analysieren Sie es und werden Sie es sich bewusst. Zu Beginn genügen drei kurze Fragen:

 

1. Was und wie viel habe ich heute gegessen? (frische Produkte, Fertigprodukte, Süßes, usw.)

2. Wie habe ich gegessen? (im Stehen, im Laufen, zu Tisch, unter Freunden, usw.)

3. Warum habe ich gegessen? (Achten Sie auf Ihre Gefühle: bewusster Genuss, Heißhunger, Frust, Wut, Belohnung, usw.)

 

Dieser erste Schritt führt zu weiteren Erkenntnissen, die Sie in der Folge automatisch zu Ihrem Wohlfühlgewicht bringen.

 

Das einzige, was man tatsächlich benötigt, ist Offenheit und Neugierde sich selbst gegenüber. Mehr braucht es nicht – gestalten Sie Ihr neues ICH.

 

Viel Freude und bei allem, was Sie tun – genießen Sie es!

 

Herzlich

Ute Müller & Dr. Dirk Stieger

 

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